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Auch fast alle Schweizer Verlage melden jeden Seitenaufruf ihrer Leser personenbezogen an Facebook. Absurder Höhepunkte meiner Recherche mit Benjamin von Wyl für die Medienwoche: Einige Verlagen wussten das gar nicht. Wir gaben ihnen nebenher kostenlosen IT-Support …
medienwoche.ch/2019/12/03/fast

@rufposten Kann den Artikel nicht lesen 😀

Die brauchen keinen IT-Support. Die brauchen eine generelle Einstellungskorrektur.

@77elements
Kein Problem. Wieviel ist dir die werbefreie Variante des Artikels wert?

@rufposten Nichts, ehrlich gesagt. Kann auch darauf verzichten.

@77elements Ich bin kein Freund von Werbeblockern, weil die auch trackingfreie Kontextwerbung blockieren. So können viele kostenlose Angebote nicht mehr funktionieren. Wie du gerade gezeigt hast, ist oft auch keine Bereitschaft da, für Inhalte zu zahlen. Aber Werbung soll auch nicht sein. Ja wie soll das funktionieren? Wer bezahlt meine Arbeit? Ich hab schon vieles unbezahlt veröffentlicht hier. Bekomme ich doch mal was, kommen so Bemerkungen wie von dir. Ich finde das unverschämt.

@rufposten Also hätte kein Problem ein Abo oder ähnliches abzuschließen, aber dann nur wenn es auch mehr als nur einen Beitrag gibt der mich interessiert.
Werbung ohne Tracking und Personenbezug finde ich i.O. nur wird das halt überhaupt nicht praktiziert(in der Masse natürlich).
Spenden wären auch eine Option, nur weiß ich aus eigener Erfahrung das das so gut wie gar nicht gemacht wird.

@rufposten @77elements Ich sehe da eherlich gesagt nur einen marginalen unterschied zwischen "die verkaufen alle ans Fratzenbuch" und der Artikel erscheint auf einer Seite, die alle User an Google verkauft (google-analytics, googletagmanager und google-fonts).
Es fehlt da IMHO etwas sehr an Integrität, wenn man den Artikelinhalt mit dem Artikelort vergleicht.

@rufposten @77elements Gut, das löst das Finanzierungsproblem nicht.

Ich persönlich blocke keine unaufdringliche Werbung, wenn der Server sie selbst ausliefert (ist mir der Aufwand zu hoch für). Aber wo Tracking anfängt, bin ich als Einnahmequelle weg.

Das gleiche gilt für ausliefernde Werbenetzwerke. (Vielleicht überdenke ich das mal für eine Seite, die erklärt, die vollständige Haftung für alles zu übernehmen, was da möglicherweise an Malware mit ausgeliefert wird.)

@dagaz @rufposten @77elements ich habe in diesem Quartal ein Probeabo von Independent und vom Falter abgeschlossen und direkt gekündigt. Beim Falter hat das ca. 10 Euro gekostet. In beiden Fällen habe ich nur einen Artikel gelesen. Ein Einzelkauf war nicht möglich.

Bei diesen Preismodellen komme ich mir halt schlecht behandelt vor.

Die Süddeutsche hatte ich Mal als online Abo, €€€ Es gab keine Möglichkeit sie werbefrei zu bekommen...

@dagaz @rufposten @77elements Adblocker sind Sicherheitsmaßnahme. Würde Werbung als statischer content nur vom Verlag ausgeliefert werden könnte man ja drüber reden.

@dagaz @rufposten @77elements unverständlich auch dass Mann sich nicht von Werbung freikaufen kann. Soviel kommt doch pro Impression gar nicht rum...

@holger Abo mit werbung finde ich persönlich auch unmöglich. Aber ich habe von Vermarktung keine Ahnung. Die Sache mit Malware in Werbung, kommt das denn so oft vor? Ich halte das eher für so ein hochgejazztes Thema von Virenschutzherstellern. Es gibt inzwischen auch gute Sicherheitsmaßnahmen wie ads.txt.
whiteops.com/blog/ads.txt-a-wh

@rufposten Malware ist eine Sache. wie viele Amazon Toolbars hast du auf fremden Rechnern schon deinstalliert? Gerade bei online Werbung gibt's auch viel Werbung die psychisch gefährdet weil sie Weldbilder transportiert. Abnehm-produkte etc. Ich sehe nicht ein warum meine Familie sich dem aussetzen sollte.

Entsprechend finde ich das moralisieren über adblocker halt auch deplatziert.

@holger Finde ich total berechtigt und fair, weil du grundsätzlich bereit bist, für die Inhalte zu zahlen, wie du ja angedeutet hast. Soweit ich das mitbekomme ist das Problem der Verlage nicht, dass Leser andere Zahlmodell wollen, sondern Leute, die alles umsonst wollen.

Lies dir meine Reaktion nochmal durch: Ich moralisiere über Leute, die meine Arbeit weder über Werbung noch mit Geld finanzieren wollen.

@dagaz
Eine Seite haftet selbstverständlich für Malware, die ein Besucher sich dort einfängt. Was "Artikelinhalt" und "Artikelort" betrifft: Wenn das übereinstimmen würde, wäre das noch schlechter, dann schreibt Redaktion, was das Marketing gut findet 🙂 Aber ich verstehe schon was du meinst, das Umfeld der Redakteure für diese Themen ist gerade unglaubwürdig.

@rufposten In *allen* Fällen, von denen ich mitbekommen habe, dass über Werbenetzwerke Malware ausgeliefert wurde, haben die Seiten, auf denen geworben wurde jede Haftung für ihre Werbenetzwerke abgelehnt.
Ich hätte aber auch keine Lust, mich damit vor Gericht herumzuschlagen. Insofern bleibe ich wohl lieber beim Blocken. Den Kausalnachweis gerichtsfest zu führen ist im Zweifel ohnehin sehr anstrengend.

Adblocking bleibt für mich letztlich vor allem eines: "digitale Notwehr"

@dagaz Wenn das im Vordergrund steht und nicht die Leistungserschleichung, sollte ein Abo oder eine Spende wenigstens an dein Lieblingsmedium ja trotzdem möglich sein. Der Vorredner hier wollte ja einfach gar nichts beitragen und das empfinde ich als Abwertung meines Berufs.

(1/2) @rufposten Oh, meine Lieblingsmedien unterstütze ich auch (z.B. netzpolitik.org).
Aber das sehe ich eher nicht als massentaugliches Finanzierungsmodell. Für viele "größere" mag auch Selbsthosting und Verknappung der Werbung durchaus eine Alternative sein. Hier gab es ja durchaus einen ganz ermunternden Bericht von lto.de, die das mal probiert haben: blog.fefe.de/?ts=a360514e

@rufposten (2/2) Derzeit sollen aber die User ihre gesamte Intimsphäre im Tausch gehen Centbruchteile für einen Seitenbetreiber an (teilweiese sehr viele) Werbenetze verschenken. Dafür wird dann meist auch noch extra großzügig belästigende Werbung gezeigt, die so sehr blinkt und flackert, dass man sich auf den Inhalt nicht mehr konzentrieren kann. Das enenfalls "nicht fair" und vollkommen inakzeptabel (zumindest für mich).

@77elements Also wenn JS deaktiviert ist kommt die Anzeige nicht :acderp:

@rufposten

Eine große deutsche Tageszeitung wollte mir heute am Telefon ein digitales Abo anbieten.
Ich lehnte ab. Ich begründete das damit, dass ich nicht beim Lesen beobachtet werden will.

Naja, die Dame am Tel. leitet diese Aussage jetzt weiter.

Bringt sicher im Einzelfall nichts, aber wenn ganz viele Menschen das täten...

@rufposten Mein Erster Blick wenn ich solche Artikel sehe - irgendwie immer das Gleiche - immerhin, F***book haben die mal nicht dabei...

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