Immer wenn ich kritisch über Tracker schreibe, bekomme ich Screenshots von Trackern auf der Nachrichtenseite, auf der mein Artikel erschien.

Dann heißt's: Die predigen Wasser und trinken Wein!

Dabei ist das nicht paradox, sondern Folge einer sehr großartigen Sache:

Die Trennung zwischen Redaktion und Verlag.

Das ist wichtig, weil der Verlag die Werbekunden betreut. Die Trennung funktioniert daher auch umgekehrt:

Die predigen Wein und wir empfehlen Wasser.

☝️ Gute Sache!

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Ich habe die letzten 2 Jahre tatsächlich sehr kritisch über Verlage geschrieben. Ich hab ein Tool gegen Tracker und eine Musterbeschwerde gegen Tracker veröffentlicht und über einen Leser berichtet, der gegen Die Zeit vorgeht. Und das Pur-Abo von Spiegel und Zeit zerlegt.

Kein einziges Mal wurde deshalb Druck auf mich ausgeübt. Im Gegenteil, Redakteur*innen haben mich ermutigt, weiter in dieser Sache investigativ zu recherchieren, obwohl damit der finanzielle Grundpfeiler der Verlage angegriffen wird.

Dass das funktioniert, ist großartig.

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Und weil der Verlag sich nicht einmischt, über was wir schreiben, mischen wir uns nicht ein, wie er sich finanziert. Das ist eine Sache, die die Leser selbst mit dem Verlag klären müssen.

Im übrigen greifen wir auch bei anderen Themen niemals ein, sondern berichten unabhängig.

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@rufposten

Das ist natürlich auch richtig so, aber im Endeffekt für den Leser schon ziemlich blöd, denn gerade Nachrichten etc. sollte er anonym und geschützt vor jeglicher Überwachung lesen können.

Trotzdem ein guter und wichtiger Artikel!

@datenschutzratgeber @rufposten kann er das nicht mit Ad und Scriptblocker? Ich konnte den Artikel der sz problemlos lesen komplett ohne javascript. (Im gegensatz zu den Artikeln bei Zeit)

@Xystel @rufposten Ja, das geht zwar, aber setzt technisches Wissen voraus. Digitale Selbstverteidigung darf keine Voraussetzung für anonymes Lesen sein – auch Digitalsaurier wie Oma Gerda von nebenan müssen SZ & Co. anonym lesen können.

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