Sowas ärgert mich wirklich: Die Kollegen vom Bayrischen Rundfunk lassen hier über acht Minuten eine unkritische Geburtagshymne auf Instagram los.
br.de/mediathek/podcast/das-me
Hier meine Argumentation, warum Journalisten das nicht so machen sollten ⬇️

Facebook Inc. hat in einem Jahrzehnt massiven gesellschaftlichen Schaden angerichtet: Facebook fördert Ungleichheit, gefährdet das freie Netz, vermeidet Steuern, hat ein Monopol, ist unsozial, intransparent, bewusst irreführend und verstößt gegen Gesetze.
rufposten.de/blog/2019/11/12/j

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Kein guter Partner gerade für den öffentlichen Journalismus, der einer strengen Ethik unterliegt. Dass Öffis dennoch Kanäle bei Facebook betreiben, hat nach meinem Ermessen einen einzigen Grund: Wir können dort Zielgruppen erreichen, die sonst gar keine Nachrichten konsumieren.

Aber wir sind uns alle einig, dass es eigentlich eine Katastrophe ist, dass unsere Nachrichten auf einem fremden Kanal verteilt werden, den wir nicht kontrollieren, der intransparent filtert, der die Leser trackt und die öffentlich finanzierten Beiträgen dann vermarkten darf, oder?

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Ich kann da nicht jubeln. Was ich als Minimum erwarte, ist ein kritischer und offener Umgang mit diesem Problem. Wenigstens ein Satz dazu! Etwa: Wir wollen Leser/Hörer lieber auf unserer Plattform bedienen als dort, weil das dies- und deshalb für unsere Gesellschaft besser ist.

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@rufposten Solange Journalisten kapitalistische Unternehmen verherrlichen, wird sich daran leider nichts ändern.

@rufposten

Mir geht auch unheimlich auf die Nerven, dass im ÖR ständig kostenlos Werbung für diese Plattformen gemacht wird, indem man drauf hinweist, dass man dort auch vertreten ist.

@rufposten Mir fehlt in dem Interview echt die journalistische Distanz. Bei allem Respekt für das Bemühen um zeitgemäßes Auftreten wird auf die Schattenseite von FB/Insta nicht mit einer Silbe hingewiesen. Anstatt dessen werden am Ende noch völlig unkritisch die neuen Kanäle des BR bei TikTok geteasert.

@rufposten was ich ja wirklich vermisse: ernstgemeinte Versuche die Follower mit jedem einzelnen Post raus aus der App hin zu einem breiteren Angebot zu locken!

Wenn man das nicht macht, zählt auch das Reichweite-Argument nicht, sondern man macht es nur schlimmer (und sägt am eigenen Ast, aber anderes Thema).

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