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Ich möchte gerne den Anspruch an mich selbst loswerden, immer und überall direkt helfen zu müssen. Das ist echt so tief in mir drin, dass es jeden Tag im Hinterkopf sitzt und laut 'mach schon' ruft. Dabei darf ich doch auf mich selbst aufpassen! Und wenn die Kapazität begrenzt ist, zähle ich zuerst. Klingt schon irgendwie egoistisch 🙄

@schmetterlingstraum Manchmal darf - oder besser MUSS - man auch mal egoistisch sein.

@schmetterlingstraum Mir hat mal jemand gesagt natürlich ist es nie falsch anderen zu helfen, es ist nur so, dass man dafür Kraft braucht und dass die sich durch einen ausgewogenen Blick auf das eigene Befinden nährt. Ist was dran.

@Wheniam64 definitiv. Ich kann nicht gut für Andere da sein, wenn ich selbst kaum Kraft für mich habe. Trotzdem ist dieses 'müssen' richtig eingebrannt. Alte Muster.

@schmetterlingstraum Ich hab das auch. Kleiner Trick für mich war es mich gelegentlich ohne Smartphone an Orte zu begeben wo keiner ist. Wald oder so. Und dann diese Zeit als wirkliche Zeit für mich zu betrachten. Das gelang mir eigentlich erst als ich angefangen habe Tiere zu fotografieren. Man ist total fokussiert auf die Umgebung und denkt nicht so viel nach.

@Wheniam64 das Handy weglegen ist eine gute Idee! Das werde ich die nächsten Tage wieder vermehrt üben. Ich mag es auch, in der Natur zu sein und die kleinen Dinge mit voller Aufmerksamkeit zu betrachten und zu fotografieren.

@schmetterlingstraum Ich finde es total super an einen Ort zu gehen und dann dort eine Stunde zu bleiben. Zuerst verschwindet das wuselige Leben und kehrt dann nach und nach zurück.
Das war gestern so. Nach Feierabend eine Stunde am Bach.
pixelfed.social/p/Laszlo/33368

@Wheniam64 richtig tolle Bilder. Wieso habe ich dich noch nicht auf meiner Liste?

@schmetterlingstraum Manchmal glaube ich, dass die Menschen, die in unserer Gesellschaft als psychisch Krank gelten, die einzig gesunden sind. In einer guten Welt wären wir Vorbilder, nicht Außenseiter.

Du hast ein übermäßiges Bedürfnis anderen zu helfen. In einer guten Welt, würden dir Menschen dafür "zurückhelfen" und deine Hilfsbereitschaft wäre für alle Beteiligten eine Bereicherung.

Ich habe eine dependente Persönlichkeitsstörung. In einer guten Welt würde mensch das als große Gabe andere zu lieben bezeichnen und ich würde Gegenliebe erfahren. Es gäbe mehr Liebe in der Welt.

Dass wir uns anpassen müssen, liegt daran, dass wir in einer Welt leben, in denen lauter psychisch Kranke herumlaufen, die nicht selbstaufopfernd und voller Liebe für andere sind, so wie es sich gehört.

Ja manchmal spinne ich so vor mich hin.

@PaulaForFuture und ich glaube wir sind so geworden, weil wir in unserer Kindheit nur durch diese Muster irgendwie überleben konnten. Manchmal wünsche ich mir, eine total normale Kindheit gehabt zu haben. Dann wäre das Leben ein bisschen einfacher. Ich möchte etwas verändern! Ich weiß es braucht Zeit. Und ich bin ungeduldig!

Das ist nicht egoistisch sondern systemerhaltend. Du kannst nur helfen wenn die Batterien mindestens halb voll, nicht halb leer, sind.

@diritschka wie im Flugzeug. Erst setzt du dir selbst die Sauerstoffmaske auf und hilfst dann Kindern und anderen Menschen.

@schmetterlingstraum Das ist es aber nicht... Das bedeutet "Selbstfürsorge". (Ich kann aber verstehen, dass es schwer ist für dich, da dies Helfen wollen/ müssen so tief in dir ist <3 )

@schmetterlingstraum natürlicher Selbstschutz würde ich das nennen. Wenn der eigene "Akku" leer ist, hat niemand was davon.

@schmetterlingstraum Du musst dein Selbstbewusstsein stärken.
Du musst lernen, dass du auch geliebt wirst, ohne es sich „zu erarbeiten“.
Gleichzeitig musst du lernen, ein NEIN von anderen zu akzeptieren, wenn diese keine Hilfe benötigen.
Lerne zu Dingen NEIN zu sagen, um das Helfersydrom zu überwinden.
Das permanente Unterordnen der eigenen seelischen und körperlichen Bedürfnisse hat leider nichts mehr mit der natürlichen Hilfsbereitschaft zu tun.

Hoffe dir etwas geholfen zu haben.

😀 ✌️

@skoop mir ist das alles klar, nur es ist nicht so einfach, alte eingeschliffene Muster zu ändern. Ich arbeite am mir.

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