Habe die Reden von heute aus dem Bundestag gehört. Die AFD und die FDP verteidigen die Demokratie 😭. Hätte das vor 30 Jahren nie gedacht, wohin eine Regierung uns treibt. Für nächstes Jahr wird es nicht besser, weil weder die CDU noch die SPD es verdient haben den Kanzler zu stellen. Normal ist die Aufgabe der Regierung uns zu beschützen, was dafür getan wird, uns zu bespitzeln und die Jobs zu ruinieren. In mein E-Mailfach kommen dafür Tipps, wie ich mein Geld in Sicherheit bringe

@tigerinflow Du hast der AfD zugehört und bist der Meinung, die verteidigen unsere Demokratie? Im Ernst? Dann haben wir beide nichts mehr zu bereden.

@chpietsch ich halte nicht sehr viel von der AFD. Nur wenn ich sehe, daß die CDU das Volk überwachen will, das Parlament ausschaltet, die SPD die Wohnung überwachen will, dann ist das schon arg. Beide Parteien sind verantwortlich für die Armut und Ungerechtigkeit im Land. Es fehlt halt eine ernstzunehmende Opposition. Erinnert alles an die DDR und die Demokratie der Nationalen Front.

@tigerinflow Ich glaube nicht, dass eine "ernstzunehmende Opposition" wirklich fehlt. Was fehlt, sind Menschen, die willens sind, sich politisch zu engagieren. In der Mehrzahl sind die Parteien so, wie sie sind, auch weil sich dort letztlich (insbesondere bei den "Volksparteien") in erschreckendem Umfang Karrieristen und Emporkömmlinge drängen, die schon in den Jugendorganisationen beginnen mit dem Ziel, politisch Karriere zu machen. Such Dir eine Partei, die Dir inhaltlich ...

@chpietsch

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@z428 genau da geht es los. Die meisten finden kein Angebot. höchstens und selber aktiv zu werden habe ich erlebt. Keine Chance, wenn man zugezogen ist. Wird zuerst nach dem Geburtsort und dann nach dem Wohnort gefragt.

In mein Beitrag ging es mehr darin, daß es ist erschreckend ist, welche Interessen von Politikern vertreten werden. Aktuell wird die Demokratie ausgebelt. Zu was wähle ich Abgeordnete, wenn sie nur der Kanzlerin huldigen dürfen, wie zur einer Kaiserin?

@tigerinflow (Bei Themen wie Überwachung vs. Corona bin ich übrigens extrem unschlüssig, genau wie bei der ganzen "Sicherheit vs. Überwachung" - Debatte insgesamt. Dort haben wir aus meiner Wahrnehmung ein echtes Abwägungsproblem...)

@z428 das Spiel mit "da oben" stört mich auch. Selber bin dabei meine Wahrnehmung zu verändern und da kommt oft, was brauche ich bzw. wie müsste eine Umgebung sein? Dabei stört mich die Massenhysterie, statt Dinge zu tun die wichtig sind. Witzig ist dann das "Tao the King" was von Ähnlichen Dingen berichtet vor 2500 Jahren. Wichtig ist Klarheit, wenn allerdings die Regierung nicht weiß, was 75% der Infizierten tut, würde statt Aktionismus die Aufstockung der Sozialämter

@z428 viel mehr bringen. Ich Vergleiche es gern mit der Zeit, wo ich Anlagen Führer oder Schweißer war. Ich durfte nie zuviel verändern, damit ich Nachvollziehen konnte, was ich gemacht habe. So konnte ich entscheiden, ob mehr oder weniger einstellen musste. Da wäre auch jetzt gut, den nur Kontakte zu beschränken kann auf Dauer die Gesellschaft ruinieren dauerhaft.

@tigerinflow Das mit dem vorsichtigen Ändern sehe ich ähnlich, damit erklärt sich mir aber vieles, was an politischen Entscheidungen insgesamt getroffen wird, sehr gut. Meine Großmutter (möge sie in Frieden ruhen) meinte immer: "Demokratie ist gut, aber Diktatur geht schneller". Ich fand die Anmerkung immer grenzwertig, aber formal hat sie natürlich recht: In parlamentarischer Demokratie, insbesondere einer, in der es soziale Medien gibt, sind Entscheidungsprozesse langwierig und die ...

@tigerinflow ... daraus resultierenden Änderungen eher klein, weil zuhauf Menschen mit völlig verschiedenen Interessen zu irgendeinem Konsens gebracht werden müssen. Wenn es nach mir ginge, wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen eine der ersten Ideen, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzufedern - aber das umzusetzen ist vermutlich ein Generationenprojekt, aus genau dem benannten Grund. Das schafft man nicht in ein paar Monaten. Beschleunigen könnte man es über Zwang (was aber ...

@tigerinflow ... nur sehr bedingt funktionieren wird). Beschleunigen könnte man es über ruhige, besonnene Führung, die den Menschen das Gefühl gibt, ernstgenommen und gut aufgehoben zu sein (das ist ein Punkt, an dem "die Politik" tatsächlich arbeiten muss). Beschleunigen könnte man es aber auch über mehr Konsenswillen, mehr gemeinsame Prioritäten. Ein gutes Beispiel für mich ist hier genau die Corona-Warn-App: Ich frage mich, ob es nicht grundsätzlich besser gewesen wäre, hier, statt die ...

@tigerinflow ... Ängste vor Überwachung und Datenmissbrauch zu unterstützen und teilweise zu schüren, lieber dafür zu sorgen, dass das ein Werkzeug ist, dass den (vollständig überlasteten) Gesundheitsämtern viel Arbeit abnehmen und einige andere rigorosere Einschränkungen unter Umständen entbehrlich werden lassen könnte. Die Diskussion war aber (an dem Punkt leider auch mit der "Datenschutz-Lobby") so augenscheinlich zu keinem Zeitpunkt führbar, Argumentation: Wenn die App zentral Daten ...

@tigerinflow ... sammelt, dann wird die Akzeptanz und die Nutzung zurückgehen. Vermutlich ja - aber dass man über solche Kommunikation dieses Muster noch verstärkt, sollte auch klar sein, plus: Auch hier eben Eigenverantwortung, und *individuelle* Entscheidung über Prioritäten. Warum *brauchen* wir Zwangsmaßnahmen? Warum hat Freiwilligkeit offensichtlich nicht funktioniert? Wieso gibt es immer noch Menschen, die im ÖPNV ohne Maske unterwegs sind? Wieso gibt es Menschen, die in der ...

@tigerinflow ... Kontaktverfolgung in Restaurants falsche Daten angeben? Wieso gibt es Menschen, die die Pandemie grundsätzlich als Verschwörungs-Stuss dunkler Mächte darstellen? An dem Punkt ist Politik nicht der "Versager", sondern eher ein (nicht böse gemeint) egoistisches Verhalten vieler Einzelner. Das scheint ein allgemeines gesellschaftliches Thema zu sein, das die Politik kaum (nicht?) allein einfangen kann.

@z428 kann alle deine Punkte bestätigen. Vertrauen geht in der Schule los, im Job bis zu den Behörden. Da gibt es noch Monarchie in den Köpfen mit Tools der Demokratie (Parlament, Betriebsrat etc). Andere Länder haben einen anderen Geist, dazu haben wir keine Wurzel heute zum Samhain, wer Feiert es mit Kerzen & Gedanken an die Ahnen? Besser ist sich bevormunden zu lassen, wie ein Priester seine Schafe kontrolliert. Ich glaube nicht daran sich News anzusehen der rechten Szene oder der Esoterik

@z428 den auch die haben nur Interessen. Grundeinkommen wäre ein Anfang dabei, nur ob die Sponsoren der Parteien das erlauben? Da sind wir wieder an Achillesferse unseres Systems, wer übt Macht über andere aus? Zwar ist die Masse blind dafür, dennoch braucht es eine Erruption, was in der Natur normal ist. Was nicht gesund ist, muss sterben. Das wäre unser Denken über die Welt. Umweltschutz, Bürgernähe, gesünder Konsum. Zu was braucht es da Geld und Macht?

@tigerinflow Ich glaube, der Verweis auf die Sponsoren der Parteien ist zutreffend, aber auch zu vereinfacht, und das Beispiel "Grundeinkommen" ist dort spannend. Wenn man genauer hinschaut, gibt es viele verschiedene Widersprüche von verschiedenen Seiten. Interessanterweise bis zu einigen(?) Linken, die unterstellen, das BGE würde nur den Kapitalismus zementieren, ohne "grundlegendere Systemveränderungen" zuzulassen. Ich glaube fest, die Denke wird komplizierter, aber realitätsnäher, wenn ...

@tigerinflow ... wir, jeder für uns, davon ausgehen: An vielen Stellen tut die Politik im Großen nur das, was wir im Kleinen tun - nämlich mit begrenzten Informationen und damit zwingender Einseitigkeit Entscheidungen zu treffen, die auf dieser Flughöhe logisch, vor anderem Kontext aber sehr fragwürdig sind. Siehe etwa Umgang mit Auto-Industrie: Die Perspektive aus Klima-Sicht ist hier eine gänzlich andere als die Frage, wie man den Menschen, die direkt (oder über Zulieferer indirekt) dort ...

@tigerinflow ... arbeiten, eine wirkliche Perspektive bieten kann (idealerweise in den Jobs, die sie tun, weil manche von denen das, was sie tun, annahmeweise auch nicht nur zum Broterwerb, sondern aus Begeisterung und Leidenschaft zur Aufgabe tun). Das ist komplex. Geld braucht es in dem System vermutlich für Umverteilung und Finanzierung von Gemeinschaftsaufgaben (etwa: Gesundheit, Wasser, Infrastruktur - idealerweise). Und Macht dafür, um Prozesse zu moderieren bzw. im Zweifelsfall ...

@tigerinflow ... final zu entscheiden. Wobei sich hier die Katze auch in den Schwanz beißt: Wenn man der Struktur, der man die Macht, diese Entscheidungen zu treffen, überantwortet hat, nicht mehr vertraut, dann wird man diese Entscheidungen in Frage stellen. Je mehr, lauter, hartnäckiger diese Entscheidungen in Frage gestellt werden, desto mehr wird das Vertrauen in die Idee schwinden, dass jene, die an der Macht sind, "richtige" Entscheidungen treffen. 😐

@z428 ich fand dazu dieses Jahr eine Interessante Idee. Keine Parteien mehr, dafür steht jeder Abgeordnete nur für sich. Die beste Idee gewinnt. Der Kanzler ist dabei der Geschäftsführer. Übrigens, es gibt auch Firmen, wo die Angestellten die Firma kauften & sich selbst verwalten. Sie laufen besser und sind profitabler. Ich selber bin Krank wegen Machtverhältnissen & deswegen interessiere ich mich für eine Gesunde Gemeinschaft, da die Welt von unten sehe, dennoch Wirtschaftsbücher lese

@tigerinflow Ich sehe dort eine gänzlich andere Struktur wünschenswert: Eher die "direkte" Demokratie, bei der die Anforderung ist: Suche für einen definierten Zeitraum eine gewisse Menge von Menschen zusammen, die einen repräsentativen Querschnitt durch die Bevölkerung darstellen, und gib denen die Aufgabe, über kritische Probleme zu diskutieren und zu Entscheidungen zu kommen. An dem Abgeordneten-System sehe ich zwei Probleme: (a) Es neigt dazu, Macht zu bündeln, damit wird der Abgeordnete ...

@tigerinflow ... als "Berufsbild" interessant für Karrieristen und als Interessensvertreter für Lobbyisten. Und (b): Es lässt den Einzelnen aus der Verantwortung - der Einzelne entscheidet nur, gestaltet aber nicht mit und verantwortet vor allem auch keine Entscheidungen. Insbesondere Letzteres ist bequem. Wenn die Chance besteht, dass "jeder" Erwachsene irgendwann mal Teil dieses Prozesses wird, besteht auch die Chance, dass jeder 'mal in die Situation kommt, Entscheidungen, die potentiell ...

@tigerinflow ... 80 Mio Bürger betreffen, aktiv mit *verantworten* zu müssen - ich glaube, das ist eine durchaus hilfreiche Erfahrung, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was mit Politik auch verbunden ist. 😉

@z428 ich merke schon, du setzt dich bewusst mit Politik auseinander. Direkte Demokratie finde auch ich gut. In der Schweiz habe gemerkt, daß a) Abhängig beschäftigte sollten nicht wählen, weil sie nicht objektiv sind, sondern aus Angst entscheiden. B) eine Regierungskommission bessere Ergebnisse produziert, wenn sie gezielt vom Volk gewürfelt wurde c) bei uns wollen Menschen als Politiker die Rente absichern, in der Schweiz gibt es dies nicht

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