2019!

Das Jahr, in dem wir endlich damit angefangen haben, in WhatsApp über WhatsApp aufzuklären. Das haben wir damals so lange gemacht, bis irgendwann keiner mehr lust hatte, WhatsApp auch nur aufzumachen.

@favstarmafia
Schön wäre es, aber ich glaub nicht dran...

2019 das Jahr in dem auch jeder weitere #Facebook Skandal Schulterzuckend hingenommen wird, weil #HabNichtsZuVerbergen 🤮

@jedie also muss unser Ziel für 2019 sein, bei allen Verwandten, Freunden und Bekannten #Matrix oder #XMPP zu installieren und jedem direkt ein Konto einrichten, wenn man von denen das Handy in die Finger bekommt. Das dauert ca. 5 Minuten und schon hat man ein paar Kontakte mehr. Aber bitte nicht bei den großen Knoten, sondern verteilt auf viele kleine Server.

@favstarmafia @jedie Und dann rauchen die Hälfte der kleinen Server zwischenzeitlich ab oder werden unsicher, weil nicht mehr geupdatet, weil der Maintainer sein Studium abgeschlossen und neben der Arbeit keine Zeit mehr hat... Ganz zu schweigen von der Frage, wie vertrauenswürdig die kleineren Instanzen sind. Wir sollten *endlich endlich endlich* das Betriebsproblem für solche Infrastruktur lösen. Momentan *haben* wir keine gleichwertige oder gar bessere Alternative zu bieten.

@z428 @jedie @favstarmafia Das ist ein ganz wichtiges Thema. Ich selber arbeite bei Human Connection. Wir wollen ein gemeinnütziges Netzwerk errichten, auf Spendenbasis. Noch wird eifrig entwickelt. Aber wenn ich überlege, wie hohe organisatorische und bürokratische Anforderungen inzwischen an Datenschutz und Informationssicherheit gestellt werden, dann ist aus meiner sich ein schon etwas größerer Server gar nicht mehr von Einzelpersonen zu betreiben. Selbst kleinere Vereine benötigen ja schon ab mehr als neun Mann, die ständig in der IT arbeiten, einen Datenschutzbeauftragten (der bezahlt werden muss).

Meine persönliche Erkenntnis ist daher, dass Netze entweder so verteilt sein müssen, dass sie nur noch als Client existieren, serverlos, oder dass sie, wenn auch förderiert, aber doch zentral in dem sinne sein müssen, dass größere Vereine bzw. Organisationen sich ordentlich darum kümmern. Den "Sysop", wie es ihn in den 90er Jahren gegeben hat, wird es so wohl kaum mehr geben können.

@herrdoering Oh ja, vollste Zustimmung. Deswegen hoffe ich auch, daß es irgendwann echte serverlose Systeme geben kann, die tatsächlich "dezentral" arbeiten und trotzdem funktionieren. 🙂

@favstarmafia @jedie

@z428 @jedie @favstarmafia Der Grund, warum wir uns im Web nicht finden und warum wir DHTs brauchen, die wieder auf Handys nicht eingesetzt werden können, weil sie ständig Daten verschieben, ist, dass wir keine festen IP-Adressen haben. Es ist, wie im richtigen Leben. Wie soll ich Dich finden, wenn Du jeden Tag umziehst? Ich frage mich, warum alle Provider mir jeden Tag 24 h eine IP-Adresse zur Verfügung stellen, aber keiner mir eine feste geben will. Wisst ihr, warum das so ist?

@herrdoering ... bauen. Letztlich ist nahezu *alles* der letzten Jahre von mastodon über pixelfed bis hin zu pleroma oder write.as wieder klassische Client/Server-Software. Hätte man P2P-Ansätze deutlich voranbringen können, wenn man all die Energie lieber darauf konzentriert hätte?

@favstarmafia @jedie

@z428 @jedie @favstarmafia Ich selber kenne Tox, Retroshare, ... ich nutze es bisher kaum, weil ich niemanden anderen kenne, der es nutzt. Desweiteren kann man diese Software bisher kaum auf geräten nutzen, die eine Volumenbegrenzung haben, wie Handys.

Besser gefällt mir schon Scuttlebutt/Patchwork (offline first), aber die sind auch noch sehr am Anfang. Und dass ich gezwungen bin alle Daten von jemandem zu kopieren, die er jemals geschrieben hat, nur um ihm zu folgen, halte ich auch nicht für zielführend. Was gibt es denn sonst noch?

@herrdoering Ich spiele derzeit mit ipfs, dat und Dingen wie @manyver_se oder herum. Mein persönliches Fazit im Moment: Es gibt zu viel experimentellen, zueinander inkompatiblen Scheiß, der allenfalls als Spielzeug und Forschungsprojekt, aber nicht ansatzweise für Nutzung taugt. Der Eindruck, einmal mehr, ist: Die Leute fangen lieber an, auf Teufel-komm-raus neue Projekte zu starten, als irgendwie zu kollaborieren und Probleme einmal *gut* zu lösen.

@favstarmafia @jedie

@z428 @jedie @favstarmafia @manyver_se Ich sehe das eher als innovationen. Es gibt eben sehr unterschiedliche Prioritäten. Alleine der Entwickler von Hubzilla, Mike MacIrvine, hat ja inzwischen Friendica, Hubzilla, Osada und Zap entwickelt. Hab mich auch gefragt, warum nicht ein Netzwerk mal zuende bringen. Aber vielleicht sind die Dinge in der Tat wirklich sehr unterschiedlich? zum Beispiel Cjdns und Yggdrasil? Ähnlicher Ansatz, aber unterschiedliche Ansätze im Routing.

Und oft wissen wir ga nicht voneinander... Vielleicht müssen wir zunächst Menschen verbandeln? Organisationen fördern?

@herrdoering ... Kommunikation, Konsensfähigkeit und notfalls auch das Erledigen von Arbeiten, die man selbst nicht wirklich als "notwendig" einsieht, weil sie in dem Projekt an einem bestimmten Punkt eben getan werden müssen. Die gegenwärtige FLOSS-Kultur ist dort leider viel zu sehr auf "roll-your-own" aus, viel zu sehr darauf angelegt, eben *nicht* zu kollaborieren, sondern zu forken und sein eigenes Süppchen zu kochen... 😐

@manyver_se @favstarmafia @jedie

@z428 @jedie @favstarmafia @manyver_se Ich finde, man kann das aber niemandem vorwerfen. Wenn jemand (ich zum Beispiel) kleine eigene Apps baut, die er anderen zusätzlich zur Verfügung stellt, dann kann die Welt daran keinen Anspruch erheben. Wenn man größere Dinge auf die Beine stellen will, dann braucht man Gemeinsamkeit, Organisation, Organisationen.

@herrdoering ... wenn überhaupt, dann nur dadurch annähernd herausfordern können, daß wir uns darauf einlassen, Software zu bauen, die für *andere* nützlich ist und deren Wünsche erfüllt. Das ist die Umkehr etwa dieses GPL-Lizenz-Zusatzes, der "no fitness for a particular purpose" umfasst. Genau das ist es *nicht*, was für einen Endnutzer von Technologie relevant ist. Der *braucht* "fitness for a particular purpose", und wird das Werkzeug wählen, das das kann.

@manyver_se @favstarmafia @jedie

@z428 @jedie @favstarmafia @manyver_se Meine Meinung ist: Wer etwas kriegen will, muss auch etwas geben. Wenn wir Entwickler von FOSS mehr fördern würden, dann wären wir da auch weiter. Aber wir geben lieber unsere Daten her, anstatt unsere eigenen Belange voran zu bringen.

@herrdoering ... vermutlich dann bessere FLOSS-Anwendungen und -Alternativen bekommen, wenn sich mehr professionelle, engagierte Entwickler leisten können, das mit voller Kraft ganztägig zu tun, und nicht nur entlang der eigenen Interessen und Motivation in der spärlichen Freizeit.

@manyver_se @favstarmafia @jedie

@z428 @jedie @favstarmafia @manyver_se Naja, ich habe ja die Möglichkeit zu spenden in F-Droid. Wenn die Software gekauft würde, was ja auch ginge mit open Source, dann müsste dies ja auch wieder verwaltet werden und F-Droid wäre ein kommerzieller Shop und müsste Steuern zahlen.

@herrdoering Möglicherweise. Das Problem, das ich halt sehe: Spendenfinanzierung ist mitnichten nachhaltig. Ja, das richtig zu ordnen *ist* nicht trivial. Aber es bringt eben auch nichts, immer wieder diesselben leichten "Nebenprobleme" zu lösen, weil die schweren, aber wichtigen Probleme schwer und komplex sind. 😉

@manyver_se @favstarmafia @jedie

@z428 @herrdoering @manyver_se @favstarmafia

Ich mein, was man eigentlich möchte ist ein #OpenSource basierende Lösung für #WhatsApp #Facebook #twitter #github #google ...

Hinter all dem steckt eine Firma mit riesigen Resourcen um diese Dienste alle zu betreiben. Das ganze funktioniert "kostenlos" auf Kommerzieller Basis, weil dort soviel Geld gemacht wird.

Das mit einer #freien Lösung zu ersetzten wird nicht einfach sein, weil man im Grunde ähnlich viel resourcen braucht. Woher nehmen?

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@jedie ... auch Firmen wie Facebook, Twitter und Google massiv auf bauen, im Umkehrschluß aber durch Open-Source-Veröffentlichungen explizit "Marktbereinigung" betrieben wird: Wie praktikabel ist es wirtschaftlich, etwa ein eigenes Smartphone-Betriebssystem zu entwickeln, wenn als verfügbar ist?

@herrdoering @manyver_se @favstarmafia

@z428 alles schwierig. Privat kannst du niemanden zwingen. Wo man imho anfangen sollte/müsste: es ist ein Unding, dass Schüler/Lehrer WhatsApp quasi per default nutzen. So wie jeder Schüler ne schulische Mailadresse bekommt (vermute ich), sollte das auch für Messenger gehen. XMPP (id. zu MailAddr); oder Matrix; oder Discourse/Zulip wenigstens. Infra sollte das Land/Schulbehörde stellen und/oder die Unis sollten das anbieten (wie damals bei Newsgroups).

@fabian @z428 Gute Idee, aber ich befürchte, das wird nur in den wenigsten Fällen funktionieren. Nach dem, was man so hört, haben viele Schulen schon Probleme die Systeme zu betreuen, die sie für den regulären Unterricht benötigen

@Hamiller @z428 Leider wahr aber auch nachvollziehbar. Föderiert auf Grundschulebene ist overkill und illusorisch. Deswegen: Unis, FHs, evtl. (größere) Oberschulen/Gymnasien. Oder halt wirklich dedizierte Einrichtungen auf Landesebene, was ich für unnötig halte.

@fabian Die Schule in der Nachbarschaft hat für ihre Lehrer im vorigen Jahr ein - Team lizenziert, WhatsApp "verboten" und das auch den Eltern kommuniziert. Indes spannend zwei Dinge: Zum einen haben die Eltern das zur Kenntnis genommen, ohne viel zu handeln (weil dort WhatsApp-Abdeckung > 95%). Und zum anderen: Die Schule wollte eigentlich selbst eine Lösung hosten, hat das aber Anfang 2018 ad acta gelegt, weil sie auf den letzten Meilen der -Umsetzung ...

@fabian ... gemerkt hat, daß die Personal-Ressourcen für Dokumentations- und Büro-Anforderungen aus dem neuen Datenschutzgesetz im Schulumfeld so massiv sind, daß für das Hosting-Projekt keine Luft mehr ist. Hosting solcher Dienste durch Schulen, öffentliche Einrichtungen, ISPs, ... wäre mir nach wie vor lieb, aber das sehe ich kurz- bis mittelfristig nicht. Das wäre *vielleicht* etwas einfacher, wenn es *einen* Standard gäbe - vielleicht kann Matrix das irgendwann reißen. Aber nicht im Moment.

@z428 das mit dem Standard und gutem UI sehe ich momentan auch nicht. DSVGO ist schwierig, ja, aber das müsste ja nur einmal ausklamüsert werden (also die Doks und Workflows), dann funktioniert es ja für alle Schulen gleich, wenn alle ähnliche Software einsetzen.

@fabian Das Problem mit DSGVO hier war eher, daß (Erlebnis) einige Schulen neben dem Dokumentationskram, der nur bedingt portabel / wiederverwendbar ist, vor allem von spannenden Fragen überrollt wurden, die man vorher seitens des Gesetzgebers hätte schon beantworten können und die vor DSGVO nicht so relevant waren, weil per BDSG die Formalisierung nicht "weit genug" ging.

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