Was mich an der Klimaschutzdebatte - neben der Verleugnung des Klimawandels durch zu viele Menschen - am meisten stört, ist, dass sehr viele Menschen denken, dass ein Wandel ohne Einschränkung der Mobilität und/oder ohne hohen finanziellen Aufwand möglich ist.

Und nein, Elektroautos und Ausbau des öffentlichen Verkehr sind keine dauerhafte Lösung. Die kann es nur geben, wenn weniger Menschen bewegt werden müssen.

Also, Homeoffice, da wo es geht, alle anderen _müssen_ näher an den Arbeitsplatz ziehen.

Dezentralisierung - es können nicht alle Menschen am gleichen Ort wohnen.

Leben auf dem Land wird sehr viel teurer, da Mobilitätskosten steigen. (Das Geld, was durch das Wohnen auf dem Land gespart wird, wandert vermutlich in die Mobilität).

Öffentliche Verkehrssysteme sind (hier in der Schweiz) jetzt schon am Anschlag, trotz hohem Takt.

"Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, klar und falsch ist." - Henry Louis Mencken, 1921

@dirk Frage: Wie ziehe ich in der gegenwärtigen Situation, Wohnungsmangel et al, näher an die Arbeit im städtischen Bereich? Du hast in einigen Punkten recht, aber genau diese Sichtweise gibt insbesondere im ländlichen Raum derzeit Populisten gut Auftrieb: Dort, wo in den letzten Jahrzehnten Infrastruktur, ÖPNV, ... konsequent zurückgefahren wurden, wird eine große Gruppe von Menschen irgendwann schlecht überleben können, ohne dass sinnvolle Alternativen offeriert werden.

@z428 Ich habe auch nicht alle Lösungen, sorry!

Dezentralisierung ist ein wichtiger Baustein. Und auch das führt zu weiteren Problemen, wenn man mal in Richtung verwaiste Cities denkt.

Es müssen nicht alle Angestellten einer Firma am gleichen Ort arbeiten. Wirklich nicht.
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@dirk ... halbwegs ausgebautes Internet und Online-Dienste für Verwaltungskrams (dort gibt es maximal 8MBit-Leitungen von der Telekom und im Mobilfunkbereich Edge, auf den Hügeln wackeliges UMTS) würden dort *erheblich* Mobilitätserfordernisse einsparen. Ich nehme wahr, daß diese Menschen und ihre Lebensumstände in der momentanen Diskussion leider selten bis nie stattfinden, weil die Erwägungen eher von städtischen Mobilitäts- und Lebensvorstellungen geprägt sind. Leben ...

@z428 Das es noch ein weiter Weg ist, ist leider wahr.

Leider läuft die Zeit weg.

Wir mögen uns damit trösten, dass die meisten Folgen uns nicht mehr betreffen.
@dirk @z428

Wir mögen uns damit trösten, dass die meisten Folgen uns nicht mehr betreffen.


Wie gut, dass hier niemand Kinder hat.
@gehrke_test @z428 Weisst Du, dann verstehe ich das "Rumeiern" nicht.

@dirk Deswegen umso mehr: Kein Spalten, sondern Einen. Das ist vorrangig eine Kommunikationsaufgabe, im Moment. Ohne die wird es nicht gehen, fürchte ich. Im Augenblick haben populistische Parteien eine Steilvorlage, Klima- und Umweltschutz unreflektiert als "gegen gewisse Bevölkerungsgruppen gerichtet" zu verwenden. Das kostet uns weit mehr Zeit, als auf die verschiedenen Lebensrealitäten und -erfordernisse einzugehen.

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