@favstarmafia @dirk @z428
Mastodon hat andere Skills bezĂŒglich PrivatsphĂ€re als Friendica. Bei plattformĂŒbegreifender Kommunikation kann logischerweise immer nur der minimale gemeinsame Standard genutzt werden.

Einer der Vorteile des Fediverse liegt darin, sich sein Universum zusammenstöpseln zu können:
Dateien mit Nextcloud, Bilder bei Pixelfed, private Kommunikation und Foren bei Friendica, usw.

Das ist wie frĂŒher (1980er) bei der Stereoanlage: VerstĂ€rker hier, Tape da, Turntable dort und von ĂŒberall nur das Beste ;)
Geht dagegen was an der Kompaktanlage kaputt, ist das gesamte Teil fĂŒr die Tonne .

@sonak Prinzipiell bin ich bei Dir, nur der Punkt mit dem "minimalen gemeinsamen Standard" ist schwierig. Daran wird die Nutzung des als wirkliche "Alternative" zu Twitter, Facebook und Co. (sprich fĂŒr eine relevant große Nutzerschar nicht-technischer Anwender) scheitern - wenn dieser minimale gemeinsame Standard kleiner ist als das, was die Nutzer mit den proprietĂ€ren Silos kennen und gewöhnt sind, und wenn dieser Reibungsverlust in seinen ...
@dirk @favstarmafia

@sonak ... Auswirkungen nicht erkenn- und abschÀtzbar ist - was er de facto nicht ist, weil ich keine Idee habe, mit wem meine Daten im Zweifelsfall förderiert werden. Vermutlich ist dort InteroperabilitÀt noch ein Aspekt, auf den bedeutend mehr Augenmerk gelegt werden muss.

@dirk @favstarmafia

@z428 @dirk @favstarmafia
Diese ganze Diskussion entsteht ja gerade, weil Leute alles gleichzeitig wollen und ich sag mal: das ist echt viel verlangt.
So ein System wÀre wieder eine eierlegende Wollmilchsau und damit ein neues monolithisches Silo.

@sonak Das sehe ich so nicht. Eher anders: Die ĂŒberwiegende Mehrzahl der Menschen in meinem Umfeld möchte sich ĂŒber diese Details keine Gedanken machen. Die mögen Facebook und Twitter nicht sonderlich, aber die wollen in Kontakt mit den Leuten bleiben, die ihnen wichtig sind, und die sind dort, weill ihrerseits Leute, die ihnen wichtig sind, nur dort herumturnen. Was ĂŒbrig bleibt, ist eine vergleichsweise kleine, eher homogene Crowd (und ja, das ist derzeit ...

@dirk @favstarmafia

@sonak ... noch extrem homogen, auch wenn gern DiversitĂ€t und Offenheit hochgehalten wird) von Leuten mit einem bestimmten Background, die das fĂŒr sich nutzen. Wenn das so ist - ist es ja ok. Dann wird es die großen Plattformen weiterhin geben, weiterhin fĂŒr die Nutzer, die jetzt auch schon dort sind.

@dirk @favstarmafia

@z428 @favstarmafia @sonak Da muss ich leider widersprechen, das Fediverse ist alles, aber sicher nicht homogen.
Follow

@dirk Im Sinne der Nutzerschaft scheint es mir zumindest *deutlich* homogener zu sein als Twitter oder Facebook. 😉

@favstarmafia @sonak

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@z428 @favstarmafia @sonak Woran machst Du die HomegenitÀt fest?

Vorsicht bei Vermutungen, die klickst Dir hier Deine eigene Blase selbst zusammen.

@dirk Schwer abzuschÀtzen. Vielleicht ist auch "Blase" das Problem. Auf jeden Fall komme ich im deutlich weniger mit Leuten in Kontakt, die Meinungen, Standpunkte, Reflektionen oder auch nur Interessen jenseits von dem vertreten, in dem ich unterwegs sind. Wenn ich auf meine Twitter-Timeline schaue, sehe ich auch Fotograf*innen, Lehrer*innen, Autor*innen, Architekt*innen und Wissenschaftler*innen quer durch alle Fachgebiete. Selbst wenn ich aktiv suche, ...

@favstarmafia @sonak

@z428 @favstarmafia @sonak Twitter versucht auch noch zu kuratieren und Inhalte in Deinen Feed zu spĂŒlen, die Dich stĂ€rker an Twitter binden.

Es gibt vereinzelte Directories von Teilnehmern, die aber aus Prinzip nicht komplett sein können: server.meld.de/

@dirk Ja, die globale Suche fehlt (dort wĂ€re die Annahme, daß das ein lösbares Problem ist, weil Suche im dezentralen Web letztlich ja auch funktioniert). Indes: Die grĂ¶ĂŸte Menge an interessanten Kontakten bei Twitter habe ich ĂŒber Interaktionen meiner Kontakte mit anderen Beteiligten gefunden. Das funktioniert im nur sehr eingeschrĂ€nkt.

@favstarmafia @sonak

@z428 @favstarmafia @sonak Oh, das hÀngt aber dann vermutlich von Mastodon ab. Ich sehe auch Postings, bei denen meine Kontakte kommentiert und gemocht haben. Die von ihnen erneut geteilten Inhalte sehe ich ja eh.

@dirk Du bist primĂ€r auf friendica? By the way, ein anderer Punkt, den ich gĂ€nzlich*st* unbefriedigend finde, immer noch, ist das Account-Handling. Im schlimmsten Fall habe ich (n) Accounts bei (n) Plattformen, die ich schwer (wie in "nicht") sinnvoll synchronisiert bekomme. Dort find ich es manchmal schade, daß solche Probleme nicht *vor* einem weiteren Protokoll und einer weiteren Plattform gelöst wurden. Ideen gibt's ja zumindest ein paar dafĂŒr.

@favstarmafia @sonak

@z428 @favstarmafia @sonak Bis auf ein oder zwei Features, die Fehlen und das Design kann ich nichts negatives ĂŒber Friendica sagen. Technisch ist es jedenfalls weit vorne.

Warum solltest Du verschiedene Accounts miteinander synchronisieren, das ist ja gerade nicht der Sinn hinter der Föderation?
@dirk @z428 @favstarmafia @sonak Weil ich beispielsweise in den letzten Wochen vermehrt Follower habe auftauchen sehen, die "Backup-Accounts" von "echten Kontakten" sind. Das will ich eigentlich nicht - an sich möchte ich mich, wenn eine Instanz "crasht", gesperrt wird, ..., nahtlos auf einer anderen Instanz anmelden können und dort mit meinen gewohnten Daten (Kontakten, Posts, ...) weiterarbeiten.
Und ich möchte beispielsweise, wenn ich Mastodon und Pixelfed nutze, imstande sein, einen Kommentar an einem Bild in Pixelfed von meinem Mastodon-Account aus zu beantworten und trotzdem als "derselbe" Nutzer zu erscheinen, der ich ja bin. Noch lustiger wird das, wenn ich (wie jetzt gerade) mit verschiedenen IdentitÀten gleichzeitig an derselben Diskussion teilnehme. So etwas wie eine "same-as" - Relation zwischen Accounts, die ich herstellen kann, wenn ich die will und brauche.
@kr Das gibt es meines Wissens nach bei keinem Netzwerk. Es spricht aber nichts dagegen, eine Instanz hochverfĂŒgbar zu machen. Das ist nur sehr aufwendig.
@dirk Das ist aber auch wieder zentralistisch. Ich glaube, wir mĂŒssten von dieser Denke viel mehr weg, auch was "Clients" und "Server" betrifft. Wenn aus der Single-User-Instanz eine serverlose App wird, die in Betrieb zu nehmen so trivial ist wie das Registrieren bei Facebook, dann sinkt auch die technische HĂŒrde fĂŒr Dezentralisierung ganz erheblich.
@kr Das gibt kein "serverless", das ist reine Marketing-Sprache.
@dirk "serverless" ist Marketing-Sache, da geb ich Dir recht. Ich denke aber eher in Richtung P2P, und dort sieht "server-los" etwas anders aus. Wie gesagt, siehe #ssb, #ipfs, #dat und alles in diesem Dunstkreis.
@kr @dirk
Man wird nie verhindern können, dass sich Leute eine App basteln, die die lokal beim User angezeigten Daten permanent lokal speichert.
Wirklich weg sind sie verlÀsslich nie, nur nicht mehr ganz so öffentlich.
@sonak @dirk Vermutlich ja, auch wenn konkret die #ssb-Leute relativ viel Kraft investieren, solche Use Cases zu "erschlagen". Am Ende kannst Du Dir Screenshots speichern und die Dinge ausdrucken. đŸ˜‰ïž Das alles ist aber eine andere GrĂ¶ĂŸenordnung als etwa das Web oder auch das #fediverse , in dem ich faktisch ĂŒberhaupt keine Möglichkeit habe, Dinge, die meinen Server verlassen habe, zu invalidisieren oder zu löschen. Vermutlich hat man ein ethische Diskussion, wie weit man das tun möchte, vor sich, aber prinzipiell denke ich, daß dort mit mehr VerschlĂŒsselung quer durch den Stapel deutlich mehr möglich wĂ€re.
@kr @dirk
Klar, die Dimension eines solchen Modells ist positiver und fĂŒr den Anwender wĂ€re es ein Gewinn.
Aber die Probleme haben ja immer diejenigen User mit besonderen Anforderungen gegenĂŒber solchen Leuten, die sich gerade nicht darum kĂŒmmern, wie es theoretisch gedacht ist. Und wenn ich dann vor ein paar Tagen lese, dass Google jetzt auch automatisiert Text aus Bildern extrahiert, hat es sich auch mit den Screenshots und es wird industrieller Standard, Text oder alternativ Bild zu verarbeiten.
Es wird halt immer gemacht, was möglich ist. Das spricht aber nicht gegen deine AusfĂŒhrungen.
@kr @dirk @z428 @favstarmafia @sonak

an sich möchte ich mich, wenn eine Instanz "crasht", gesperrt wird, ..., nahtlos auf einer anderen Instanz anmelden können und dort mit meinen gewohnten Daten (Kontakten, Posts, ...) weiterarbeiten.


Das hört sich an wie das Feature von #Hubzilla mit dem Namen 'nomadische IdentitÀt'.

Hab ich nicht getestet und funktioniert AFAIK auch nur zwischen Hubzilla-Instanzen. Aber halte ich immer noch fĂŒr ein Killer-Feature, wenn es denn fĂŒr die gesamte Föderation funktionieren wĂŒrde.

#NomadischeIdentitÀt #Zot
@z428 Ich habe meine eigene Pleroma-Instanz, wo ja dann außer meinen Posts erstmal nichts los ist und ich finde eigentlich fast jeden Tag neue potenzielle Kontakte ĂŒber das Boosten.

@sonak @favstarmafia @dirk

@dirk ... finde ich dort im weniger bis niemanden in den verschiedenen Bereichen, dafĂŒr ĂŒberdurchschnittlich viel Menschen etwa mit Background in IT-Sicherheit und Datenschutz, Software allgemein mit einem gewissen Fokus auf FLOSS, ... . Wenn es eine "Blase" ist, dann ist das Entkommen noch schwerer als in anderen Netzwerken.

@favstarmafia @sonak

@z428 @favstarmafia @sonak Das stimmt leider. Das Suchen ĂŒber Instanzgrenzen hinweg ist schwierig bis unmöglich. Das ist einer der Nachteile, dass es keine zentrale Instanz gibt.
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