Ich w√ľnschte, die Mastodonten w√ľrden verstehen, dass Fediverse so viel mehr als nur Mastodon ist.


‚ô≤ @besser@horche.demkontinuum.de:

Vortrag √ľber das Fediverse von Tobias


blogs.fsfe.org/tobiasd/files/2…



Zum Ende der Sommerpause der Salonabende im Sch√§tzchen, dem Caf√© f√ľr Sch√∂ne Dinge & Salonkultur, war ich am 10. August eingeladen, einen Vortrag √ľber das Fediverse und Friendica als Alternative zu den kommerziellen Plattformen wie Facebook, Instagram und nebenan.de zu halten.

Das Fediverse ist ein Netzwerk von unterschiedlichen Social Media Plattformen, die alle als Freie Software umgesetzt sind. Die Knoten des Netzwerks, also die einzelnen Installationen bzw. Dienste, kommunizieren dabei √ľber offene Protokolle mit einander, √§hnlich wie man es von E-Mails her kennt. Damit k√∂nnen die Nutzer√Įnnen der einzelnen Dienste im Fediverse, √ľber die Grenzen der jeweiligen Dienste hinweg, mit allen anderen Nutzer√Įnnen interagieren

#Fediverse #Deutsch #Vortrag #Friendica #Pleroma #Hubzilla #PeerTube #Funkwhale #Diaspora #SocialHome #Mastodon #GNUSocial

blogs.fsfe.org/tobiasd/2019/08…

@dirk Diese ganze Realit√§t ist Techies und interessierten Nutzern offensichtlich und klar. F√ľr viele Leute indes, insbesondere jene, die von Twitter oder Facebook kommen, ist dieser Umstand unverst√§ndlich und unbedeutend - die wollen mit Menschen kommunizieren, die ihnen wichtig sind. Von den Inkompatibilit√§ten der Plattformen (respektive den Bereichen in den Kreisen, die sich nicht √ľberschneiden) und ihren Folgen reden wir mal noch gar nicht. ūüėČ

@z428 Das Fass w√ľrde ich auch gar nicht aufmachen, nur vielleicht, dass sich √ľber Masttodon auch noch "andere Implementationen" erreichen lassen.

Wie bei Mail ... Mailserversoftware spielt keine Rolle.

@dirk Ja, genau das. So weit ist aber das Fediverse dieser Tage mitnichten, wie ich spätestens dann immer wieder schmerzhaft merke, wenn ich von meiner Friendica-Instanz mit Mastodon-Nutzern interagieren möchte. Ziel sollte schon sein: Die Impl spielt keine Rolle.

@z428 @dirk das kann √ľbrigens auch ganz schnell schief gehen, wenn man √ľber verschiedene Plattformen kommunizieren will. Ich habe zum Beispiel schon erlebt, dass Direktnachrichten von Mastodon an Friendica komplett √∂ffentlich sichtbar waren.

@favstarmafia @dirk @z428
Mastodon hat andere Skills bez√ľglich Privatsph√§re als Friendica. Bei plattform√ľbegreifender Kommunikation kann logischerweise immer nur der minimale gemeinsame Standard genutzt werden.

Einer der Vorteile des Fediverse liegt darin, sich sein Universum zusammenstöpseln zu können:
Dateien mit Nextcloud, Bilder bei Pixelfed, private Kommunikation und Foren bei Friendica, usw.

Das ist wie fr√ľher (1980er) bei der Stereoanlage: Verst√§rker hier, Tape da, Turntable dort und von √ľberall nur das Beste ;)
Geht dagegen was an der Kompaktanlage kaputt, ist das gesamte Teil f√ľr die Tonne .

@sonak Prinzipiell bin ich bei Dir, nur der Punkt mit dem "minimalen gemeinsamen Standard" ist schwierig. Daran wird die Nutzung des als wirkliche "Alternative" zu Twitter, Facebook und Co. (sprich f√ľr eine relevant gro√üe Nutzerschar nicht-technischer Anwender) scheitern - wenn dieser minimale gemeinsame Standard kleiner ist als das, was die Nutzer mit den propriet√§ren Silos kennen und gew√∂hnt sind, und wenn dieser Reibungsverlust in seinen ...
@dirk @favstarmafia

@sonak ... Auswirkungen nicht erkenn- und abschätzbar ist - was er de facto nicht ist, weil ich keine Idee habe, mit wem meine Daten im Zweifelsfall förderiert werden. Vermutlich ist dort Interoperabilität noch ein Aspekt, auf den bedeutend mehr Augenmerk gelegt werden muss.

@dirk @favstarmafia

@z428 @dirk @favstarmafia
Diese ganze Diskussion entsteht ja gerade, weil Leute alles gleichzeitig wollen und ich sag mal: das ist echt viel verlangt.
So ein System wäre wieder eine eierlegende Wollmilchsau und damit ein neues monolithisches Silo.

@sonak Das sehe ich so nicht. Eher anders: Die √ľberwiegende Mehrzahl der Menschen in meinem Umfeld m√∂chte sich √ľber diese Details keine Gedanken machen. Die m√∂gen Facebook und Twitter nicht sonderlich, aber die wollen in Kontakt mit den Leuten bleiben, die ihnen wichtig sind, und die sind dort, weill ihrerseits Leute, die ihnen wichtig sind, nur dort herumturnen. Was √ľbrig bleibt, ist eine vergleichsweise kleine, eher homogene Crowd (und ja, das ist derzeit ...

@dirk @favstarmafia

@sonak ... noch extrem homogen, auch wenn gern Diversit√§t und Offenheit hochgehalten wird) von Leuten mit einem bestimmten Background, die das f√ľr sich nutzen. Wenn das so ist - ist es ja ok. Dann wird es die gro√üen Plattformen weiterhin geben, weiterhin f√ľr die Nutzer, die jetzt auch schon dort sind.

@dirk @favstarmafia

@z428 @favstarmafia @sonak Da muss ich leider widersprechen, das Fediverse ist alles, aber sicher nicht homogen.
Follow

@dirk Im Sinne der Nutzerschaft scheint es mir zumindest *deutlich* homogener zu sein als Twitter oder Facebook. ūüėČ

@favstarmafia @sonak

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@z428 @favstarmafia @sonak Woran machst Du die Homegenität fest?

Vorsicht bei Vermutungen, die klickst Dir hier Deine eigene Blase selbst zusammen.

@dirk Schwer abzuschätzen. Vielleicht ist auch "Blase" das Problem. Auf jeden Fall komme ich im deutlich weniger mit Leuten in Kontakt, die Meinungen, Standpunkte, Reflektionen oder auch nur Interessen jenseits von dem vertreten, in dem ich unterwegs sind. Wenn ich auf meine Twitter-Timeline schaue, sehe ich auch Fotograf*innen, Lehrer*innen, Autor*innen, Architekt*innen und Wissenschaftler*innen quer durch alle Fachgebiete. Selbst wenn ich aktiv suche, ...

@favstarmafia @sonak

@z428 @favstarmafia @sonak Twitter versucht auch noch zu kuratieren und Inhalte in Deinen Feed zu sp√ľlen, die Dich st√§rker an Twitter binden.

Es gibt vereinzelte Directories von Teilnehmern, die aber aus Prinzip nicht komplett sein können: server.meld.de/

@dirk Ja, die globale Suche fehlt (dort w√§re die Annahme, da√ü das ein l√∂sbares Problem ist, weil Suche im dezentralen Web letztlich ja auch funktioniert). Indes: Die gr√∂√üte Menge an interessanten Kontakten bei Twitter habe ich √ľber Interaktionen meiner Kontakte mit anderen Beteiligten gefunden. Das funktioniert im nur sehr eingeschr√§nkt.

@favstarmafia @sonak

@z428 @favstarmafia @sonak Oh, das hängt aber dann vermutlich von Mastodon ab. Ich sehe auch Postings, bei denen meine Kontakte kommentiert und gemocht haben. Die von ihnen erneut geteilten Inhalte sehe ich ja eh.

@dirk Du bist prim√§r auf friendica? By the way, ein anderer Punkt, den ich g√§nzlich*st* unbefriedigend finde, immer noch, ist das Account-Handling. Im schlimmsten Fall habe ich (n) Accounts bei (n) Plattformen, die ich schwer (wie in "nicht") sinnvoll synchronisiert bekomme. Dort find ich es manchmal schade, da√ü solche Probleme nicht *vor* einem weiteren Protokoll und einer weiteren Plattform gel√∂st wurden. Ideen gibt's ja zumindest ein paar daf√ľr.

@favstarmafia @sonak

@z428 @favstarmafia @sonak Bis auf ein oder zwei Features, die Fehlen und das Design kann ich nichts negatives √ľber Friendica sagen. Technisch ist es jedenfalls weit vorne.

Warum solltest Du verschiedene Accounts miteinander synchronisieren, das ist ja gerade nicht der Sinn hinter der Föderation?
@dirk @z428 @favstarmafia @sonak Weil ich beispielsweise in den letzten Wochen vermehrt Follower habe auftauchen sehen, die "Backup-Accounts" von "echten Kontakten" sind. Das will ich eigentlich nicht - an sich möchte ich mich, wenn eine Instanz "crasht", gesperrt wird, ..., nahtlos auf einer anderen Instanz anmelden können und dort mit meinen gewohnten Daten (Kontakten, Posts, ...) weiterarbeiten.
Und ich möchte beispielsweise, wenn ich Mastodon und Pixelfed nutze, imstande sein, einen Kommentar an einem Bild in Pixelfed von meinem Mastodon-Account aus zu beantworten und trotzdem als "derselbe" Nutzer zu erscheinen, der ich ja bin. Noch lustiger wird das, wenn ich (wie jetzt gerade) mit verschiedenen Identitäten gleichzeitig an derselben Diskussion teilnehme. So etwas wie eine "same-as" - Relation zwischen Accounts, die ich herstellen kann, wenn ich die will und brauche.
@kr Das gibt es meines Wissens nach bei keinem Netzwerk. Es spricht aber nichts dagegen, eine Instanz hochverf√ľgbar zu machen. Das ist nur sehr aufwendig.
@dirk Das ist aber auch wieder zentralistisch. Ich glaube, wir m√ľssten von dieser Denke viel mehr weg, auch was "Clients" und "Server" betrifft. Wenn aus der Single-User-Instanz eine serverlose App wird, die in Betrieb zu nehmen so trivial ist wie das Registrieren bei Facebook, dann sinkt auch die technische H√ľrde f√ľr Dezentralisierung ganz erheblich.
@kr Das gibt kein "serverless", das ist reine Marketing-Sprache.
@dirk "serverless" ist Marketing-Sache, da geb ich Dir recht. Ich denke aber eher in Richtung P2P, und dort sieht "server-los" etwas anders aus. Wie gesagt, siehe #ssb, #ipfs, #dat und alles in diesem Dunstkreis.
@kr @dirk
Man wird nie verhindern können, dass sich Leute eine App basteln, die die lokal beim User angezeigten Daten permanent lokal speichert.
Wirklich weg sind sie verlässlich nie, nur nicht mehr ganz so öffentlich.
@sonak @dirk Vermutlich ja, auch wenn konkret die #ssb-Leute relativ viel Kraft investieren, solche Use Cases zu "erschlagen". Am Ende kannst Du Dir Screenshots speichern und die Dinge ausdrucken. ūüėČÔłŹ Das alles ist aber eine andere Gr√∂√üenordnung als etwa das Web oder auch das #fediverse , in dem ich faktisch √ľberhaupt keine M√∂glichkeit habe, Dinge, die meinen Server verlassen habe, zu invalidisieren oder zu l√∂schen. Vermutlich hat man ein ethische Diskussion, wie weit man das tun m√∂chte, vor sich, aber prinzipiell denke ich, da√ü dort mit mehr Verschl√ľsselung quer durch den Stapel deutlich mehr m√∂glich w√§re.
@kr @dirk
Klar, die Dimension eines solchen Modells ist positiver und f√ľr den Anwender w√§re es ein Gewinn.
Aber die Probleme haben ja immer diejenigen User mit besonderen Anforderungen gegen√ľber solchen Leuten, die sich gerade nicht darum k√ľmmern, wie es theoretisch gedacht ist. Und wenn ich dann vor ein paar Tagen lese, dass Google jetzt auch automatisiert Text aus Bildern extrahiert, hat es sich auch mit den Screenshots und es wird industrieller Standard, Text oder alternativ Bild zu verarbeiten.
Es wird halt immer gemacht, was m√∂glich ist. Das spricht aber nicht gegen deine Ausf√ľhrungen.
@kr @dirk @z428 @favstarmafia @sonak

an sich möchte ich mich, wenn eine Instanz "crasht", gesperrt wird, ..., nahtlos auf einer anderen Instanz anmelden können und dort mit meinen gewohnten Daten (Kontakten, Posts, ...) weiterarbeiten.


Das hört sich an wie das Feature von #Hubzilla mit dem Namen 'nomadische Identität'.

Hab ich nicht getestet und funktioniert AFAIK auch nur zwischen Hubzilla-Instanzen. Aber halte ich immer noch f√ľr ein Killer-Feature, wenn es denn f√ľr die gesamte F√∂deration funktionieren w√ľrde.

#NomadischeIdentität #Zot
@z428 Ich habe meine eigene Pleroma-Instanz, wo ja dann au√üer meinen Posts erstmal nichts los ist und ich finde eigentlich fast jeden Tag neue potenzielle Kontakte √ľber das Boosten.

@sonak @favstarmafia @dirk

@dirk ... finde ich dort im weniger bis niemanden in den verschiedenen Bereichen, daf√ľr √ľberdurchschnittlich viel Menschen etwa mit Background in IT-Sicherheit und Datenschutz, Software allgemein mit einem gewissen Fokus auf FLOSS, ... . Wenn es eine "Blase" ist, dann ist das Entkommen noch schwerer als in anderen Netzwerken.

@favstarmafia @sonak

@z428 @favstarmafia @sonak Das stimmt leider. Das Suchen √ľber Instanzgrenzen hinweg ist schwierig bis unm√∂glich. Das ist einer der Nachteile, dass es keine zentrale Instanz gibt.
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