Der Tag entfaltet sich. Lärm in der Straße, Stille in den Höfen, dazwischen Räume, die nur langsam auskühlen, ein erster Kaffee, eine nervöse Katze, die nach Beinen schlägt. Ferner: Sinnieren über Papier und seine Eigenschaft, sich anzusammeln. So also. Habt es gut heute!

(Daneben schickt der Dienstleister eine Versandbestätigung für ein Päckchen, das schon vor Tagen hier eingetroffen ist. Man hat die Prozesse im Griff, wie es scheint.)

(Dann: Gewitter zieht über das Viertel. Spüren, wie die Luft abkühlt und die Wolken über die Giebel rasen. Und wieder einmal lernen, dass das Fenster im Heim-Büro an der falschen Seite angeschlagen ist.)

Dämmerung. Ein Fernseher brüllt. Trüb ist es geworden. Am offenen Fenster zieht Stadtabendduft vorbei: Abkühlender Asphalt. Die Küche der Kneipe. Zigaretten und Parfums der frühen Nachtschwärmer. Erstes trockenes Gras auf den Flusswiesen. Ferne schlafende Parks. Dunkle Träume.

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(Wie sieht unser Gestern aus in den Erzählungen, die wir heute dafür haben? Auto-Archäologie in der Wayback-Maschine. Fragmente ohne Erkenntnisse.)

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