@Spreepunk Oh f___ ... 😟 Ich hatte gehofft, die Heime hätten das mittlerweile irgendwie im Griff.

@carpenoctem You're welcome... 🙂 Actually I got to know her through the HÖR mixes too, but her soundcloud stream has been around most of last year, lots of great stuff to discover there. Too bad both Brvtalist and herself aren't much interested into giving up on YouTube for these publications. 😟

Morgen der offenen Fenster, hier und in der ganzen Straße. Die Luft ist klar und kühl nach dem frühen starken Regen. Zwielicht, hinter den Giebeln erstrecken sich graue Wolken, soweit der Blick reicht. Erster Kaffee, langsames Aufwachen. Kommt gut in den Tag!

Dann spielt irgendwo jemand in der Straße Flöte. Unvermittelt streift Kühle durch die Zimmer, blassblauer Himmel liegt über dem Abend, die erste Melone des Jahres schmeckt und duftet intensiv nach Süden. Unten parkt ein Pendler ein, und der Abend verliert sich in Momenten.

Zwischenzeitlich hat die Kneipe auf dem Bürgersteig aufgerüstet. Schreckbunte Sonnenschirme bleichen in der Mittagssonne dahin, spenden den Tischen darunter nur wenig Schatten. Spatzen hüpfen durch den Staub auf der Suche nach Verwertbarem. Kein Muster in verstreuten Kronkorken.

Der Morgen: Laute Tauben vor dem offenen Fenster. Nicht die Spur einer Luftbewegung. Schwitzende Schulkinder schieben Fahrräder durch die Straße. Die Nacht blieb ohne Gewitter, ohne Schlaf. Also: Irgendwie aufwachen, den eigenen Anfang in diesem Tag finden. Habt es mild heute...!

Am anderen Ende des Tages bläst der Ventilator Luft und Träume durcheinander. Das Rauschen übertönt die Klänge im dämmrigen Viertel. Längste Tage des Jahres, kürzeste Nächte. Und das Gefühl, irgendwo hängengeblieben, vom Sommer vollkommen überrascht worden zu sein.

@vilbi Teilauto, die zusammen mit den DVB (Verkehrsbetriebe) Carsharing vor Ort anbieten, haben um die 300 Autos. Zu anderen Anbietern suche ich noch, sehr viel mehr scheint da nicht zu sein.
@PorcusDivinus

@vilbi Das geht in die richtige Richtung, ist aber eben noch sehr rudimentär. Meine Anforderung im Moment wäre, in Situationen, in denen ich unverhandelbar Mobilität brauche, diese im Zugriff zu haben. Dazu ist zumindest hier in Dresden das Carsharing-Netz noch merklich zu dünn.
@PorcusDivinus

@vilbi (Bestes Beispiel: Wenn Du als Familienvater abends gegen 8 von der Arbeit kommst und zusehen musst, Dein Auto, ohne das Du nicht arbeiten könntest, irgendwo abzustellen, bist Du nicht empfänglich für die Ideen der Nachbarn, doch lieber in der Straße Bäume zu pflanzen, um früh dazwischen Yoga praktizieren zu können...😶)
@PorcusDivinus

@vilbi Klar. Schwierig ist halt nur: Wenn sich niemand die Mühe macht, Probleme und Anforderungen der Menschen zu verstehen, und erstmal dazu übergeht, "unerwünschtes" Verhalten zu bestrafen, ohne *vorher* Alternativen zu bieten, dann kommen (wieder) die unter die Räder, die keine praktikablen Alternativen haben. Das spaltet zunehmend und löst kein Problem, sondern erzeugt zusätzliche Konflikte, die an der Lösung wichtiger Herausforderungen hindern.
@PorcusDivinus

@vilbi (Nachtrag: Ich wohne in einer Mietwohnung in einem Reihenhaus. Alte Straße, wenig Platz. Ich habe überhaupt keine Chance, eigene Parkplätze darzustellen, selbst wenn ich wollte und wenn Geld kein limitierender Faktor wäre. Stattdessen verbrenne ich schlimmstenfalls Sprit in Runden um den Block auf der Suche nach einem Stellplatz und erlebe, dass auch Besuche durch Verwandte von außerhalb schwieriger werden, weil die dasselbe Problem haben.)
@PorcusDivinus

@vilbi ... oder eher die Möglichkeit, alle relevanten Wege problemlos mit Fahrrad, ÖPNV oder zu Fuß zu erreichen. Manchmal wünschte ich mir für solche Regionen einen Infrastruktur-Soli, um damit Verkehrsverbindungen kleinstädtischer und dörflicher Regionen aufzubauen.
@PorcusDivinus

@vilbi Ich sehe eben diese Trennung nicht, es sind die Grenzbereiche, die problematisch werden. Mit hinreichend leistungsfähigem Carsharing und nutzbarem P+R wäre viel davon lösbar. Aber bis das für alle funktioniert, tue ich mich äußerst schwer damit, Autobesitz zu bestrafen. Momentan scheint es eben zu bequem, aus dem Privileg gut erschlossener Innenstädte Autos verbannen zu wollen, aber man sollte klar hinterfragen, was dort Luxus ist: Das Auto...
@PorcusDivinus

@PorcusDivinus Naja... Beispiel: Ich wohne in der Stadt. Hier brauche ich kein Auto. Aber ich habe versorgungsbedürftige Verwandtschaft auf dem Land, und das funktioniert mit ÖPNV nicht und mit Fahrrad schon gar nicht. Die Infrastruktur zwingt mich an dieser Stelle zu Individualmobilität, und wenn die Stadt noch auf die Idee kommt, das als Luxus einzuordnen, dann wird es eng.
@vilbi

@PorcusDivinus Weil die Autos ja irgendwo sein müssen. Zumindest im Moment. Das würde "teuer" schwierig machen. Wenn jeder in der Gesellschaft, Stadt wie Land, ein tägliches Leben ohne PKW darstellen kann, bräuchte man das nicht mehr so.
@vilbi

@vilbi Ja, diese Kalkulation kenne ich von früher auch.Da zeigt sich aber eben auch ein Stück des Problems: Ein halbes Auto pro Haushalt in einer Gesellschaft, die über Jahrzehnte darauf hin ausgerichtet wurde, dass sie für viele ohne PKW faktisch nicht mehr funktioniert. Das kann eigentlich nur Probleme machen.
@PorcusDivinus

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