Kiki hat eine pragmatische Reaktion auf eine Anfrage auf Basis der #DSGVO: "Ich habe soeben sämtliche Kommentare dieses Blogs unwiederbringlich gelöscht."

e13.de/blog/der-ganze-rest/e13

@sr_rolando "Das Internet das ich kannte, ist eh schon lange tot und nur noch eine liebe Erinnerung an eine kurze Phase der Unbeschwertheit und Freiheit." --- ich kenne viele Blogger, Forumsbetreiber, ..., die spätestens mit der leider zu derselben Erkenntnis gekommen sind. 😟

@z428 Ja, sie hat das durchaus recht treffend auf den Punkt gebracht.

@sr_rolando @z428 Klingt für mich eher nach selbsterfüllender Prophezeiung.

@z428 @sr_rolando Das vergangene freie und unbeschwerte Internet wird beklagt, zugleich wird zum Verlust dieses Internets durch Löschen/Abschalten von Kommentaren beigetragen. Das dient nur der Verwirklichung der eigenen Unbeschwertheit und Freiheit, der Blog bleibt ja erhalten. Den anderen aber wird die Freiheit des unbeschwerten Kommentierens genommen. ;-)

Oftmals wird der Eindruck vermittelt, vor der DSGVO gab es kein Datenschutzgesetz. Dabei existiert das BDSG (zT strenger) seit 1977.

@teclador Theoretisch liegst du vollkommen richtig. Aber:

(1) Sie hat sehr konkret gesagt, warum sie die Kommentare gelöscht hat. Das hat durchaus mit der (Auskunftspflicht der) DSGVO zu tun.

(2) Gibt‘s kein irgendwie geartetes Recht, direkt in Blogs anderer kommentieren zu können. Jede(r) ist frei, sich ein eigenes aufzusetzen

Das kann man schade finden, klar. Eine selbsterfüllende Prophezeiung erkenne ich da aber erstmal noch nicht.

@z428

@sr_rolando @z428 Von einem Recht auf Kommentieren sprach ich nicht. Ich meinte die Freiheit und Unbeschwertheit der anderen. Fehlt diese, dann fehlt sie auch dem Internet, denn das besteht auch aus Gedanken und Zutun ebendieser anderen. Es wird also zwangsläufig weiter schwinden.

Die rechtlichen Anforderungen an die Auskunft gab es bereits vor der DSGVO. Ich nehme in meiner Umgebung wahr, dass das größtenteils unbekannt war/ist und man sich vom Hype in den Medien negativ beeinflussen lässt.

@sr_rolando @z428 Statt dem Recht einiger Weniger nachzukommen, wird der Weg der Löschung des gesamten Inhalts gegangen. Das kann man machen, klar. Aber es gibt eben auch die, die dann fragen: Zu welcher Freiheit trägt solches Schwarz/Weiß-Handeln bei? Warum wird nicht einfach abgewartet, wie es sich entwickelt? Und welche datenschutzrechtliche Verantwortung wurde vor der DSGVO wahrgenommen? usw.

@teclador @z428 Diesem "Recht einiger Weniger nachzukommen" muss man sich halt auch (zeitlich / finanziell) leisten können.

Aber es ist eine valide Frage, ob man komplett datenschutzkonform ist, wenn man die Bitte um Auskunft über alle zu einer Person vorhandenen Daten nicht per Knopfdruck beantworten kann. Vor allem für manch Technikfremde (ohne mittelkomplexe SQL-Abfragen auf z.B. die Blog-Datenbank) wird's da hakelig.

@sr_rolando ... vollständig unbrauchbar werden (etwa wenn zwei Beteiligte diskutiert haben und jeder zweite Kommentar dann "fehlt"). Dort wünsche ich mir als Maximum das Löschen der Metadaten/Post-Zuordnung (von wem kam der Kommentar). Ob und wie man sowas DSGVO-konform in die Datenschutzbedingungen unterbringen und durchziehen kann - keine Ahnung. Dort sehe ich schon, daß dann irgendwann das Löschen der Kommentare die einzige gangbare Lösung ist.

@teclador

@z428 @teclador Jo.

Aber vielleicht ist das auch alles gar nicht so dramatisch, wie es vielleicht erstmal wirkt.

Die Idee der Kommentare in Blogs ist eine theoretisch gute. Praktisch hat das selten (nie?) zu sinnvollen Ergebnissen geführt.

Wenn jetzt Meinungsäußerungen im eigenen Blog statt irgendwelchen Kommentarspalten erfolgen, macht das diese zwar aufwändiger, aber auch wohlüberlegter und wertvoller.

Das hat durchaus auch Charme. Ganz unabhängig vom Datenschutz.

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@sr_rolando Jupp. Dann braucht es aber Werkzeuge, das miteinander zu verknüpfen. Letztlich war es ja genau *das*, was viele Leute von eigenen Blogs und Websites hin zu Facebook, Twitter, ... geführt hat. Dort könnten uns Dinge wie helfen, wenn wir es richtig tun. Aber dort ist auch aus Datenschutz-Sicht sicher ... Diskussionsbedarf.

@teclador

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