Die Natur gewöhnt sich an alles. Wer noch zweifelt, mag in die Kastanien schauen. Dort steht grade mancher Baum in heller Blüte, während die Früchte noch nicht mal abgefallen sind. Aber nach einer alten Zeitungsnotiz auch jetzt kein großes Wunder.

Normalerweise nehme ich nur Bretter mit und halt so Haushaltsgeräte. Heute war was ganz was Feines im -Angebot. Ein antiker Sicherheitsgurt mit antikem Flaschenzug und, nun ja, vermutlich auch antiken 28m Sicherheitsseil.

Kalenderwoche 38: Beim kommenden UN-Klimagipfel muss eine Koalition von Vorreiterstaaten zeigen, dass eine Energiewende auch die Wirtschaft beflügelt, sagt Hartmut Graßl, Physiker und Meteorologe und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Aufforstung in Trockengebieten ist laut einer neuen Studie keine Trumpfkarte.
Beflügelnde Energiewende, Sommer ohne Überraschung und die Aufforstungs-Illusion

. Hier gibt es wenigstens eine Allee mit colurna und der Gehweg liegt voll mit Nüssen. Wenn sich nur jemand bückte. Ich denke mal, sie lassen mir rücksichtsvoll den Vortritt. Ein Karton ist rappelvoll, wenn trocken, dann wird geschüttelt und später geknackt und gegessen.

Manchmal hilft ein ruppiges Umtopfen. Vom viel zu großen Wasserfass in was kleines, damit ichs auch vor dem Frost nach Hause fahren kann. Vielleicht gefällt ihm auch nur die Ruhe hinter dem Fenster. Der ( sativa) treibt endlich die erste Ähre!

Neuerdings sehen auch die Pilze anders aus als gewohnt. Wäre er nicht so riesig (30cm Hut, 20cm hoch) und nicht so blass, hätt ich ihn als mitgenommen. Ein isses aber auch nicht ... Ratlos.

Am Gericht: «Lassen Sie sich nicht einschüchtern!»
Früher hat Richter Roger Harris Klima­aktivisten verurteilt. Heute spricht er sie konsequent frei. Sonst würden bald alle friedlichen Demonstranten verfolgt, befürchtet er.
Von Brigitte Hürlimann für das @RepublikMagazin

republik.ch/2022/09/21/am-geri

Über Leben im Anthropozän
von MurmeltHier

Lasst mich euch von einer über 5 Jahre gereiften Idee, nein vielmehr einem Konzept, einem Grundsatz, von mir erzählen, den ich vorher nie ansatzweise vollumfänglich niederschrieb:

#RationalPrepping

Worum geht es?
Um ein Konzept, einen Begriff, einen Handlungsgrundsatz, von dem sich viele nötige Veränderungen und Anpassungen an unsere neue Welt, in der wir nun leben, ableiten. Ich brauche an dieser Stelle wohl kaum auszuführen, dass sich die simultanen Krisen und Katastrophen, die wir durchleben steigern, häufen und zunehmend extremer und umfassender werden. Wir leben in einer Epoche der Clusterkatastrophen.

Unsere heutige Welt, Gesellschaft und Systeme sind nicht auf multiple simultane und völlig unterschiedliche Katastrophen vorbereitet.

Also lasst es uns angehen!

Wichtig ist mir bei all dem, dass mein Konzept des #RationalPrepping und ich selbst, nichts mit diesen rechten Waffennarren gemein haben. Im Gegenteil, soll dies hier ein Gegenentwurf zu den sog. „Preppern“ sein, die sich einbunkern, auf Waffen, Gewalt und Egoismus setzen.

#RationalPrepping stellt Gemeinschaft & Zusammenhalt in den Vordergrund. Es soll den Fakt bestärken, den wir aus der Desaster-Forschung kennen: dass der absolut überwiegende Teil der Menschen nach/in einer Katastrophe sich altruistisch verhält, einander hilft und zusammenhält.
Es geht darum, dass wir uns gegenseitig bestärken, Tipps und Wege finden Katastrophen gut durchzustehen.
Ganz getreu dem Spruch „Wenn der Wind der Veränderung weht bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen.“ gilt es handlungsfähig zu bleiben. Auch und gerade im Angesicht der vielen Katastrophen.

Doch wie erreichen wir das? Ist nicht Alles sowieso schon zu spät?
Es ist nie zu spät. Für unsere heutige Zivilisation vielleicht, ja. Aber sicher nicht für die bald 8 Milliarden zählende Menschheit. Und ganz sicher nicht für das Leben. Es gibt immer Nischen in denen sich Leben lässt. Und wir sind so viele, dass wir uns nicht mehr simpel vom Angesicht des Planeten ausradieren lassen ohne eine kosmische Katastrophe. Und da die extrem unwahrscheinlich sind, wollen wir den Fokus auf unsere Handlungsmöglichkeiten, Fähigkeiten und Wirkungsmöglichkeiten bezüglich der Katastrophen setzen, die wir als Menschheit überdauern können.

„And then my eyes got used to the darkness…. I’m too damn young to give up on the light.“

Ein wichtiger gut gemeinter Rat: beschäftigt euch nur selten mit gesamten Katastrophenszenarien. Diese zu durchdenken führt in Gefühle der Machtlosigkeit und Ohnmacht.
Was ich hingegen herausfand, was unfassbar wirkungsvoll ist, ist es sich mit den unmittelbaren möglichen Katastrophenauswirkungen auf einen selbst und seine unmittelbare Umgebung zu beschäftigen. Warum? Weil wir hier Wirkungsmacht besitzen. Hier können wir handeln.

Beispielsweise ist es wenig hilfreich sich alle Szenarien zu überlegen, die zu Stromausfall führen könnten: Brennstoffknappheit, Kraftwerkausfall, Waldbrand, Kälteeinbruch, Erdrutsch, Flut,… Ihr seht, sowas geht endlos und führt nur zu Sorge, Angst, Machtlosigkeit und Ohnmacht.

Stattdessen in der Handlungsfähigkeit bleiben bedeutet sich auf folgende Fragen zu fokussieren:
Geht etwas ohne Stromzufuhr bei mir zuhause kaputt, oder verdirbt? Wie kann ich dem entgegenwirken?
Was funktioniert noch?
Was brauche ich sofort (zb Taschenlampe nachts)?
Was wäre ein gutes Hilfsmittel um ein paar Stunden Stromausfall zu überstehen?
Was sollte ich anschaffen/ändern um in dem Fall gerüstet zu sein?
Wen sollte ich versuchen zu kontaktieren/informieren?
Gibt es Nachbarn/Menschen/Tiere, nach denen ich schauen sollte?
Was kann ich essen/trinken ohne Strom?

Ihr merkt sicherlich, diese Art der Beschäftigung mit möglichen Katastrophen führt dazu, dass eins im Fall der Fälle und auch davor viel besser in der Handlungsfähigkeit bleibt. Zumal wir unsere wichtige Denkkapazität im Katastrophenfall nicht mit all diesen Fragen spontan überlasten, wenn wir sie in Ruhe vorher schon für uns beantwortet haben.

Eure Umfelder – Zuhause, auf dem Arbeitsweg und auf der Arbeit besser zu kennen wird euch auch sehr viel gefasster und handlungsfähiger halten.

Zudem gilt es nach den eigenen Möglichkeiten mitzuhelfen manche Katastrophen abzuwehren. Sei es durch Demonstrationen, Streiks, Blockaden, Briefe an Politiker*innen oder auch einfach Aufklärung und Information im eigenen Umfeld.
Davon abgeleitet befasst sich das #RationalPrepping nicht ausschließlich mit der persönlich-individuellen Ebene, sondern eben auch Kommunal-, Landes- und Bundesebene. Manche Ideen und Visionen vielleicht sogar darüber hinaus.

Das sind einige Kernpunkte des #RationalPrepping. Aber bei weitem nicht Alles. Es gibt viel zu lernen, viel anzupassen, vorzubereiten und zu trainieren. Doch das werde ich euch nun nach und nach in einer Serie an Langtröts zum Rational Prepping näher bringen – wenn ihr mögt.

Magst du mehr von mir dazu lesen?

In dem Sinne,
Learn – Prevent – Adapt

Murmel

Vorübergehend wird es kalt, sehr kalt für die bis Schätze. Sicherheitshalber sind sie vom auf den umgezogen, da ist es noch eine halbe Klimazone wärmer als draußen. Gestern Abend warens da schon 7 Grad, hier aber konstant 12 Grad bis zum Morgen. Unterhalb von 10 Grad mögens vor allem und nicht so ...Aber auch der ist umgezogen, er blüht grade wieder und könnte, weil immer im Topf geblieben, auch gut .

Der startet noch mal durch. Klar, wir hoffen auf die zweite Ernte! Die steht gut, das erste wird heut gezupft, und wenn die nicht mehr tragen, werden sie halt grün als Laub gegessen. Weiter westlich, nur mal so, blühen jetzt die . Meine gibt auch nicht auf – sie blüht seit April, obwohl die ersten Früchte inzwischen zart ins Gelbliche wechseln.

Mal so ins Ungewisse gefragt: Hat schon mal jemand kanadischen Reis, aquatica, angepflanzt? Und dann auch noch was geerntet? Meiner steht schon ein paar Jahre und ich bin einigermaßen ratlos.

RT @BenGoldsmith@twitter.com

Nebraska farmer asks pro-fracking committee to drink water from a fracking zone near his farm. 😂

#Schmetterlinge verschwanden in zwei Wellen

Schon um 1900 begannen manche #Arten zu verschwinden, zeigt eine Studie aus #Österreich. Die zweite Welle begann um 1960 – und ist bis heute nicht zu Ende. Verantwortlich ist vor allem die Zerstörung der #Lebensräume.

spektrum.de/news/schmetterling

#Artensterben #Insekten

Mantis religiosa, die Gottesanbeterin. Hab sie hier noch nie gesehen. Wieder so eine winzige Veränderung zur Warmzeit? (Danke, liebe Paula, für den Korrekturhinweis!)

Danke für den Hinweis. Ein grottenschlechter Verschreiber. Ich korrigiere das gleich. Sorry, dass dann auch Dein Hinweis gelöscht ist ... denk ich mal ...

@tuxom
Ich fürchte, den anderen Lebewesen, auf die wir komplett angewiesen sind, hilft unsere kulturelle Revolution so ziemlich gar nichts.

Ohne Regenwürmer, ohne Bakterien im Boden, ohne Pflanzen, ohne Insekten, ohne all die kleinen und großen, die wir gering schätzen, verachten, hassen, ausbeuten bis auf den letzten Tropfen, sind wir gar nichts. Überhaupt nichts. Die halten den Lebensraum am Leben. Die können sich nicht schnell genug anpassen.

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